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Projekte

 

 

 

Gummibärchen - tatsächlich aus Gummi?

Mit dieser Fragestellung begann die Klasse 8a der Zeppelin-Realschule Singen eine bärenstarke Expedition in das Reich der bei Groß und Klein beliebten Gummibären. Im Chemieunterricht befassten sich die Schüler in einem Projekt, das mehrere Schulstunden umfasste, mit Gummibärchen.

Auch wenn man sogleich äußern möchte, dass Gummibärchen natürlich nicht aus Gummi hergestellt werden, warf das Projekt die Frage auf, welche Stoffe denn nun tatsächlich in einem Gummibärchen stecken. Unter der Anleitung ihrer Chemielehrerin Charlotte Kritzler analysierten die Schüler nicht nur die Inhaltsstoffe, sondern stellten sogar selbst Gummibärchen her.

      
Nachweis der Fruchtsäure

Zunächst setzten sich die Schüler inhaltliche Schwerpunkte, die sie dann im Laufe des Projekts selbstständig in Kleingruppen bearbeiteten. Eine Gruppe untersuchte die chemische Zusammensetzung von Gummibärchen: Eine Inhaltsstoffliste wurde erstellt und es wurde festgelegt, welche Stoffe nun genau nachgewiesen werden sollten. Dies geschah frei nach dem Motto: „Auf Verpackungen kann viel stehen, wir wollen selbst sehen, ob dieser Stoff wirklich im Gummibärchen enthalten ist.“ So führte diese Gruppe Nachweisreaktionen von Zucker, Fruchtsäure und Eiweißen – Gelatine gehört zu der Stoffgruppe der Eiweiße – durch.

Aber nicht nur aus was Gummibärchen eigentlich bestehen, sondern auch welche Eigenschaften diese besitzen, wollten die Schüler der 8a wissen. So machte eine Gruppe einige Tests mit den Gummibärchen, um diese auf „Herz und Nieren“ zu prüfen. Dabei wurden die Gummibärchen mehreren Belastungsproben unterzogen. Zum Beispiel wurden Gummibärchen bis zu ihrem Zerreißen in die Länge gezogen. Aufgrund ihrer namensgebenden Elastizität stellte sich dies als gar nicht so einfach dar. Außerdem wurde das Verhalten von Gummibärchen in Wasser sowie in Essig getestet. Des Weiteren untersuchten die Schüler durch eigenständiges Experimentieren, ab welcher Temperatur ein Gummibärchen anfängt zu schmelzen.

 

Großes Interesse entfachte auch die Geschichte und die Werbung für Gummibärchen in den Medien. Es wurden Vergleiche von früher zu heute gezogen und Wissenswertes über die Geschichte des Gummibärchens recherchiert. Eine Gruppe führte in zwölf Klassen eine Umfrage durch, welche Farbe der Gummibärchen von den Schülern der Zeppelin-Realschule am liebsten gegessen wird. Dabei entpuppten sich die roten Bärchen mit Abstand als die beliebtesten.

Ein großer Bereich des Projekts war das Selberherstellen von Gummibärchen. Dabei mussten die Schüler ihr ganzes Können des Experimentierens unter Beweis stellen. Es wurden Gummibärchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Farben, mit Fruchtsaft, Gelatine oder AgarAgar (ein pflanzliches Geliermittel) hergestellt. Die selbstgemachten Gummibärchen wurden zum Großteil als sehr geschmackvoll empfunden.

 

ie Schülerinnen und Schüler waren mit Begeisterung bei der Sache und haben durch ihr selbstständiges Arbeiten und ihre hohe Leistungsbereitschaft zum guten Gelingen dieses Projekts beigetragen. Auch auf die Anfangsfrage konnte nun eindeutig eingegangen werden. So sind Gummibärchen natürlich nicht aus Gummi, jedoch tragen sie aufgrund ihrer Eigenschaften zurecht ihren Namen. Am Tag der offenen Tür besteht die Möglichkeit für alle Interessierten, eine Kostprobe der selbstgemachten Gummibärchen zu erhalten.

 

 

 

 

 

 

Geobretter für den Mathematikunterricht

 

Wie kommt eine Schule an Experimentiermaterialien für den Mathematikunterricht? Vor dieser Frage stand Stefan Müller - der Leiter des Faches an der Zeppelin-Realschule. Sehr gelegen kam ihm da das Vorhaben des Referendars, an der Schule ein Projekt im Fach Technik durchzuführen.

So begann die Klasse 7c schon Mitte November mit der Planung des Vorhabens „Wichtig war über die gesamte Zeit hinweg, dass das Fach Technik kein Dienstleister für andere Fächer ist und sein soll.“ stellt Frieder Frühschütz, der Referendar und Lehrer der Klasse 7c, klar. „Es muss immer gewährleistet sein, dass die Inhalte des Faches im Zentrum stehen, um neben einem nützlichen Produkt bei den Schülern Lernerfolge gewähren zu können.“

 

 

Dies scheint sich in weiten Teilen erfüllt zu haben. Neben der Übung handwerklicher Fertigkeiten und dem technischen Zeichnen haben Planungsprozesse bei Projekten sehr große Bedeutung. Da stöhnten einige Schüler zu Beginn noch: „Müssen wir eigentlich alles planen?“. Nach einiger Zeit wurde aber doch klar, dass ohne Plan und festgelegten Meilensteinen das gemeinsame Ziel und effektives Arbeiten schnell unmöglich wird.

 

 

Aus dem Projektverlauf heraus ergab sich dann sogar die Gelegenheit, die KOSY, eine computergesteuerte Fräsmaschine, in den Fertigungsprozess zu integrieren. Plötzlich konnten zwei Arbeitsstationen der Fertigungsstraße durch eine Person und eine Maschine ersetzt werden. „Die Maschine arbeitet viel schneller und genauer.“ erkannten die Schüler sehr schnell. Angeregt durch die Frage des Lehrers ‚Was wäre, wenn ihr eure Aufgabe in der Fertigungsstraße wie ein normaler Arbeiter acht Stunden am Tag machen müsstet kam beispielsweise die Antwort: „An der Ständerbohrmaschine tut mir nach einer Stunde der Rücken vom Bücken und die Augen vom Zielen weh. Das lassen wir lieber die Maschine erledigen!“ „Aber da fallen dann ja auch sehr viele Arbeitsplätze weg.“ gibt ein anderer Schüler zu bedenken. Der Lehrer war glücklich: Die Auswirkungen von Mechanisierung und Automatisierung, die tagtäglich in der Industrie zu beobachten sind, waren so unmittelbar im Klassenzimmer zu erleben.

Am Ende der Mühen kann sich das Ergebnis sehen lassen. Neben zwei Klassensätzen Nagelbrettern (sogenannte Geobretter) und einem 3-D-Geobrett, versehen mit einem selbstkreierten Aufkleber mit dem Logo der Fachschaft Mathematik stellte eine Gruppe Tragekisten her, damit die Mathematiklehrer die Materialien in ihre Klassen transportieren können. Bei der abschließenden Präsentation der Fotodokumentation durch zwei Schüler der Gruppe in der Anwesenheit vom Schulleiter der Schule – Gerhard Schlosser – ist dieser froh: „Die Produkte können sich sehen lassen und die Schüler haben sich in vielen Bereichen einen Schritt weiterentwickelt. Das ist unser Ziel an der Zeppelin-Realschule.“